26.07.2022, Community, Coworking, New Work

Mittendrin statt nur dabei: Ein Blick hinter die Kulissen mit David Bongard von EV Work Edition

Regelmäßige Testimonial Interviews stellen inspirierende Persönlichkeiten aus der Community von Engel & Völkers Work Edition vor. Doch nicht nur die Mitglieder von Hamburgs exklusivsten Arbeitsplatz geben spannende Einblicke in die Welt des Coworking – auch das Team selbst hat einiges zu erzählen. So wie David Bongard, der bereits in zahlreichen Ländern der Welt gelebt und lange in Korea gearbeitet hat – und der seine Erfahrungen nun als Senior Operations Manager bei EV Work Edition einfließen lässt. Wie Coworking in Asien funktioniert, welche Trends auch hierzulande Potential hätten und warum die Work-Life-Balance in Deutschland deutlich besser ist, verrät David im Interview.

Du scheinst schon auf der ganzen Welt gelebt und gearbeitet zu haben. Was waren deine spannendsten Stationen?

Ich war in der Schweiz und Deutschland auf einem Internat und in den USA auf dem College. Danach habe ich gemeinsam mit meinen Eltern das erste deutsche Restaurant in Seoul aufgezogen. Das Ganze entstand in Kooperation mit einem großen Hotel – und mit 23 wurde ich mal eben zum Director. Von der Bauphase über das Opening bis zum Tagesgeschäft war ich überall dabei – das war natürlich wahnsinnig aufregend. Ich habe schnell gemerkt, dass das einfach genau mein Ding ist. Also etwas aufzubauen und umzusetzen. Nach über 11 Jahren in Korea kam ich zurück nach Deutschland. Generell kann ich schwer sagen, wo es mir am besten gefallen hat – es sind alles ganz unterschiedliche Kulturen.

Du bist seit der Eröffnung von Engel & Völkers Work Edition dabei. Was genau machst du?

Als Senior Operations Manager mache ich – vom Facility Management über Sales bis zum Einkauf – von allem etwas. Ich bin ein Allrounder – immer da, wo man mich braucht und lieber mittendrin als nur dabei. Das war schon immer so.

Mann im Anzug steht vor Bilderwand im Engel & Völkers Coworking Space.

Was ist für dich der größte Unterschied zwischen dem Arbeiten in Asien und Deutschland?

Die Arbeitsmoral! In Asien sagt man immer „Ja, das schaffe ich!“. In Deutschland heißt es dagegen einfach „Nö!“ Daran musste ich mich erstmal wieder gewöhnen, als ich zurückkam. In Asien wird auch erwartet, dass man 12 Stunden am Tag arbeitet, danach mit dem Team essen geht und am nächsten Morgen wieder pünktlich im Büro ist. Da die Menschen den Großteil ihrer Zeit bei der Arbeit verbringen, gibt es sehr gute Kantinen, Schlafplätze und Wellnessbereiche. Das Teamgefühl ist stark, die Hierarchien werden aber auch streng eingehalten. Als Arbeitnehmer wird man nicht mit dem Namen angesprochen, sondern mit der jeweiligen Position. Bei mir also beispielsweise „Mister Senior Operations Manager“ und nicht „Mister Bongard“. 

Fun fact: Das erste Wort, das man als Tourist in Korea lernt, ist „Bali, Bali (빨리 빨리!) “ – also „schnell, schnell!“ Das sagt schon viel über das Leben dort aus.

Was unterscheidet die Coworking Spaces in Korea und Deutschland voneinander?

In Korea ist das Thema schon etwas weiter – dort gibt es viele Nischen, wie spezielle Coworking Spaces für z.B. Creators oder Blockchain-Unternehmen. Die Mitglieder finden dort alles, was sie für ihre spezielle Arbeit brauchen.

In Asien wird bereits sehr viel in das Thema Metaverse investiert (Anmerkung der Redaktion: Das Metaverse ist ein digitaler Raum, der eine Art Paralleluniversum darstellt). Geplant ist, dass Beamten-Gänge, die im realen Leben viel Zeit kosten z.B. Beantragung eines Reisepasses, zukünftig in Korea stattdessen einfach virtuell beantragt werden können. 
Auch verrückt: Roboter, die den Menschen im Restaurant das Essen an den Tisch bringen. Das wäre für mich schon eine Idee für Engel & Völkers Work Edition: Ein Concierge-Roboter, der die Post zu den Mitgliedern bringt!

Kannst du uns einen kleinen Ausblick in die Zukunft von Engel & Völkers Work Edition geben?

Ich sehe Engel & Völkers Work Edition als Global Player und freue mich innerhalb der nächsten 5 Jahre auf neue Standorte. Coworking Spaces im Premium-Segment gibt es bislang nur wenige, das Konzept wird aber sehr gut angenommen. Mir würde es gefallen, alle Spaces etwas anders zu gestalten, sodass man als Mitglied – je nach Standort – immer wieder eine ganz neue Erfahrung macht. Das ist ein Erlebnis, was mit Sicherheit auch die Kreativität anregt.

Das klingt vielversprechend. Vielen Dank für das Interview und die spannenden Einblicke, David!

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